Unser Ernährung hat immensen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns

Weit mehr, als wir oft denken, beeinflusst Ernährung unsere Gehirnleistung und -gesundheit. Neurologe Professor Christof Kessler spricht im Podcast darüber, wie gute Ernährung speziell für das Gehirn aussieht, wie man mit den richtigen Rezepten und Zutaten Erkrankungen wie Kopfschmerzen, Depressionen oder Demenz vorbeugen und wie die richtige Nahrung die Behandlung solcher Erkrankungen positiv beeinflussen kann.

https://blogs.faz.net/gesundheit/2020/01/12/essen-fuers-gehirn-746/

Meine Notizen zu dem Podcast

Falls Sie keine Zeit haben, dem Podcast zu lauschen, dann können Sie sich auch hier schnell meine Notizen mit den wichtigsten Infos durchlesen:

  • Kohlenhydrate machen nicht unbedingt glücklich, denn zu viel Zucker und vor allem die damit verbundenen starken Schwankungen des Blutzuckerspiegels, schaden den Gehirnzellen. Deshalb lieber weniger Kohlenhydrate und wenn, dann vollwertige mit reichlich Ballststoffen, die langsam ins Blut aufgenommen werden.
  • Zu viel Süsses verändert gar unsere Gehirnfunktion und kann Demenz und Depressionen fördern. Demenz und Depressionen können allerdings auch durch Ernährung positiv beeinflusst werden!
  • Die Neurotransmitter (Acetylcholin), die unsere Nervenzellen im Gehirn verbinden, sind aus Proteinen aufgebaut und die nehmen wir durch unsere Ernährung auf. Deshalb ist eine Ernährung reich an Cholin (Eier, Fleisch, Gemüse), eine Vorstufe des Acetylcholins, besonders zu empfehlen.
  • Vitamine der B-Gruppe sind besonders wichtig fürs Gehirn: Vitamin B1 Mangel (Fleisch, Nüsse, Vollkorn) kann zu Demenz führen oder sie verstärken; Vitamin B12 Mangel führt zu Müdigkeit und Gedächtnisstörungen (Fisch, Eier, Fleisch). Vegetarier und Veganer sollten einmal im Jahr ihren B12 Spiegel bestimmen lassen.
  • Die MIND Diät kann den Verlauf von Demenz positiv beeinflussen und das Gehirn um bis zu 7 Jahren verjügern: viel Gemüse, wenig Fleisch, regelmässig Fisch, viele Antioxidantien (Obst, Gemüse, Nüsse, Olivenöl und sogar Rotwein) ABER wenig Zucker, kaum Frittiertes.
  • Kopfschmerzen: Magnesium (Kakao, Bananen, Sonnenblumenkerne) um Spannungskopfschmerzen zu lindern. Vitamin D Mangel kann zu Spannungskopfschmerzen führen (Eier, Milch und Avocado und Sonne). Zusatzstoffe (Glutamat, Konservierungsstoffe, Süssstoff, etc) unbedingt meiden und lieber Bio essen
  • Migräne kann durch viele Antioxidantien gelindert werden, da sie an Entzündungsprozesse geknüpft ist: viel Obst und Gemüse, viele Ballststoffe, für gleichmässigen Blutzuckerspiegel sorgen.
  • Stimmungsschwankungen und Depressionen können durch mehr Serotonin positiv beeinflusst werden (Vorstufe Tryptophan) und durch Dopanim (dunkle Schokolade!!! + Omega3 aus Fisch und Oliven)
Vitamine und Antioxidantien wirken sich positiv auf die Gesundheit des Gehirns aus

An sich haben wir nichts Neues gelernt, denn diese Ernährungsvorgaben tun nicht nur unserem Gehirn gut, sondern wirken sich natürlich positiv auf unsere Gesundheit allgemein aus.

Aber es ist gut zu wissen und vielleicht eine zusätzliche Motivation, dass man auch Krankheiten des Gehirns positiv durch gesunde Ernährung beeinflussen kann.

Die Antioxidantien in Rotwein können sich auch positiv auf unsere Gesundheit auswirken

Guten Appetit! Und santé mit dem Glas Rotwein…